Aktuell

17.02.2015: KREATIVE FREUNDSCHAFTEN

KOMPONISTEN-INTERPRETEN-VERLEGER

Konzertflyer zum Download

Eugène Ysaÿe: Sonate für Violine solo Nr. 6 op. 27
Alexander Scriabin: Sonate für Klavier Nr. 1 op. 6
Louis Vierne: Sonate für Violine und Klavier g-Moll op. 23

Judith Ingolfsson  (Violine)
Vladimir Stoupel (Klavier)

Von 3 Seiten her beleuchten die Musiker– ausgewiesene Kenner des musikalischen Fin de Siècle –
großartige Werke der russischen und französischen “Belle Epoque”.

Wir erfahren, welche Freundschaften hinter den Auftragskompositionen, Uraufführungen,Widmungen und verlegerischen Entdeckungen steckten und welche kreativen Wirkungen sie entfalteten.

So würden wir z.B. wohl kaum 2015 weltweit das  Scriabin-Jubiläum feiern können, wenn nicht der Musikmäzen und -Verleger Belaieff mit der Veröffentlichung von Scriabins Sonate Nr. 1 für eine Initialzündung gesorgt und den Pianisten-Komponisten aus seiner  ersten tiefen Krise gerissen hätte… 

2006 haben sich Judith Ingolfsson und Vladimir Stoupel, beide Solisten mit eigenem Profil, zum Ingolfsson – Stoupel Duo zusammengetan, um mit ungewöhnlichen Programmen die Form eines traditionellen Konzertabends zu erweitern. Das Duo konzipiert gemischte Programme, die neben dem Duo-Repertoire auch Solo-Werke für jedes Instrument beinhalten. Ihr Credo: Die besten kammermusikalischen Leistungen entstehen aus den musikalischen Gesprächen gleichberechtigter Partner. Regelmäßig nehmen beide an renommierten Konzertreihen und Festivals als Solisten oder Duo teil (Schleswig-Holstein Musik Festival, Brandenburgische Sommerkonzerte, Forum Voix Etouffées (Paris), New Music – New Faces (Krakau), Konzerthaus Berlin, Villa Esche Chemnitz. In den USA ist das Duo in Washington, New York, Corrales (NM), Boulder und Denver (CO) aufgetreten. Darüber hinaus sind Ingolfsson und Stoupel künstlerische Leiter des Festivals „Aigues-Vives en Musique“, das sie 2009 in Südfrankreich ins Leben gerufen haben. Ihre erste gemeinsame CD erschien 2010 (En Hommage: Simon Laks); die zweite, viel gepriesene CD (Strawinsky, Schostakowitsch) kam 2011 heraus .

Judith Ingolfsson, gebürtige Isländerin, begann bereits mit 3 Jahren Geige zu spielen. Ihr Debüt als Solistin mit Orchester hatte sie – 8jährig – in Deutschland. Sie studierte in den USA bei Jascha Brodsky, David Cerone und Donald Weilerstein. Auftritte bei nationalen und internationalen Wettbewerben brachten ihr u.a. den 1. Preis beim Concert Artists Guild Competition (NY) und den 3. Preis beim Premio Paganini in Genua ein. Inzwischen hat Ingolfsson auf vielen berühmten Bühnen in aller Welt konzertiert und mit namhaften Orchestern und Dirigenten wie Wolfgang Sawallisch, Leonard Slatkin, Raymond Leppard u.v.m. zusammengearbeitet. Auch bei Musikfestivals in den USA, in Polen, Finnland, Deutschland, Frankreich und in der Schweiz ist sie ein gern gesehener Gast. Als Kammermusikerin ist sie mit verschiedenen Ensembles aufgetreten, wobei ihr Interesse auch weniger bekannten Komponisten des 20. Jahrhunderts gilt. Seit 2008 ist Ingolfsson Professorin and Musikhochschule Stuttgart. Sie spielt eine Guadagnini-Violine von 1750.

Vladimir Stoupel, heute ansässig in Berlin, emigrierte 1984 aus Moskau nach Paris, wo er rasch im Konzertleben Frankreichs Fuß fasste und auch die wichtigsten Musikzentren Europas und der USA bereiste. Als Konzertpianist spielte er mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Russischen Staatsorchester und arbeitete mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Marek Janowski, Günter Neuhold und Michail Jurowski zusammen. Stoupel ist regelmäßiger Gast bei Festivals in Frankreich, Finnland, Deutschland, in Monte Carlo und New York; zudem hat er für Rundfunk und Fernsehen produziert (u.a. ARTE, Radio France, DLR Kultur). Unter seinen CD-Einspielungen befinden sich bemerkenswerte Raritäten: „Das Leben der Maschinen“ (Antheil, Nancarrow, Mossolov) sowie viel beachtete und preisgekrönte Gesamtaufnahmen aller Sonaten A. Scriabins, aller Klavierwerke A. Schönbergs und aller Werke für Bratsche und Klavier (mit Thomas Selditz) von Henri Vieuxtemps. Seit einigen Jahren hat sich Stoupel auch als Dirigent einen Namen gemacht, wobei sein Schwerpunkt auf Werken des 20. und 21. Jhs liegt. Regelmäßig leitet er Kammeropern am Konzerthaus Berlin.

 

05.12.2014: “Sonata Tragica”

russische und ukrainische Musik
- globale Verflechtungen -
 
Elisaveta Blumina (Klavier)
 
Mit ihrem untrüglichen Gespür für das Außergewöhnliche, bringt die Echo Klassik
Preisträgerin 2014als Kosmopolitin selber Trägerin und Bewahrerin
der großen russischen Klaviertradition – die „Welten“ russischer und
ukrainischer Komponisten des 20. Jhs zum Klingen.
 
Die Komponisten:
emigriert und im Westen zuhause, aber verkannt,geflohen und lange Zeit
unerkannt, daheim geblieben und weltweit bekannt…
 
Ihre Musik:
zwischen Klassik, Romantik und Moderne,
zwischen Russland, Amerika und Europa,
zwischen Tradition und Experiment…
Entdeckungen!
 
Konzertflyer zum Download
 
 
Programm:
 
Ivan Tcherepnin (1943 – 1998)

Four Pieces from before (1957-62)

For Christmas – Valse – Vernal Equinox – Riding the Clouds

Mieczysław Weinberg (1919-1996)

Sonate Nr. 4 h-Moll, op. 56 (1955)

Allegro – Allegro – Adagio – Allegro

Pause

 Alexandra Filonenko (*1972)

Fünf Klavierstücke (1996)

Marsch – Das Kind, das seine Stimme fand -Wenn Fische sprechen könnten – Gavotte – „Si“ (italienisch für “ja”)

 Valentin Silvestrov (*1937)

div. Walzer

 Nikolai Medtner (1880-1951)

Sonata tragica“ h-Moll, op. 39 Nr. 5 (1919-20) (aus dem Zyklus II “Vergessene Weisen”)

 

Der musikalische Werdegang der Pianistin Elisaveta Blumina wurde von keinem anderen Komponisten stärker beeinflusst als von Johannes Brahms. Sechzehnjährig debütierte die gebürtige St. Petersburgerin mit dem Leningrader Symphonieorchester und führte Brahms’ Klavierkonzert Nr. 1 auf. Später folgte der Umzug nach Hamburg, wo die junge Pianistin ihr Studium fortsetzte und im Alter von 23 Jahren als Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter dem Internationalen Brahms Wettbewerb, den Grundstein für ihre pianistische Karriere legte. Ihre Einspielung der Klavierstücke op. 76 und der Klaviersonate Nr. 2 von Johannes Brahms fand allseits große Anerkennung.

 Neben dem klassischen Repertoire setzt sich Elisaveta Blumina intensiv mit der Musik des 20. und 21. Jhs auseinander. Davon zeugen ihre international viel beachteten Aufnahmen der Werke des polnisch-jüdischen Komponisten Mieczysław Weinberg, für dessen Wiederentdeckung sich Blumina unermüdlich einsetzt. Beim Label cpo entsteht z.Zt. eine Serie von CDs mit Klavier- und Kammermusikwerken Weinbergs. 2014 wirkte sie auch mit beim Weinberg-Projekt der Kronberg Academy unter Leitung von Gidon Kremer. Gerade wurde Elisaveta Blumina vom Label Naxos für eine langfristige Kooperation gewonnen und wird weitere sowjetische und moderne russische Literatur (Valentin Silvestrov, Giya Kancheli, Galina Ustwolskaja usw.) einspielen.

Internationale Anerkennung erspielte sich Elisaveta Blumina durch Auftritte in der Carnegie Hall (New York), der Berliner Philharmonie, der Hamburger Laeiszhalle, der Beethovenhalle Bonn und der National Concert Hall Dublin. Als Solistin trat sie mit vielen renommierten Orchestern auf – darunter die Dresdner Philharmoniker, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das Malaysian Philharmonic Orchestra, die Sinfonia Varsovia, die Staatskapelle Halle sowie die Moskauer Virtuosen. Zu den Dirigenten, mit denen die Pianistin zusammenarbeitet, zählen Thomas Sanderling, Andrey Boreyko, Jurij Temirkanov und Vladimir Spivakov.

 Darüber hinaus ist Elisaveta Blumina eine gefragte Kammermusikerin. Zu ihren Partnern zählen Kolja Blacher, Pierre Amoyal, John Zorn, das Artemis Quartett, das Vogler Quartett, Wenzel Fuchs, Hans-Udo Heinzmann, Johannes Moser, Marina Prudenskaya und Vassily Lobanov. Ferner ist sie ein gern gesehener Gast bei den Festivals in Verbier, Lockenhaus, Colmar und beim Schleswig-Holstein Musik Festival.

 Elisaveta Bluminas besondere Affinität zu den Streichinstrumenten dokumentiert sich in ihrer alljährlichen Mitarbeit beim Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds der Stiftung Musikleben, ihre Liebe zu den Blasinstrumenten durch eine schon mehrjährige Partnerschaft mit dem Bläserquintett der Staatskapelle Berlin. Ihre Tätigkeit als Liedbegleiterin wurde mehrfach bei internationalen Gesangswettbewerben prämiert. Im Jahre 2008 gründete sie gemeinsam mit Kalev Kuljus (Solo-Oboist des NDR Sinfonieorchesters Hamburg) und Mathias Baier (Solo-Fagottist der Staatskapelle Berlin) das “Ensemble Blumina”. Die erste CD-Einspielung dieses Ensembles beim Label Dabringhaus & Grimm mit Trios von Poulenc, Francaix und Previn erntete enthusiastische Kritiken und wurde sogar mit dem ECHO Klassik-Preis 2014 prämiert.

 Elisaveta Blumina wuchs in der großen Tradition der berühmten russischen Klavier-Schule auf. Sie begann ihre Ausbildung am Rimskij-Korsakow-Konservatorium St. Petersburg. Später setzte sie ihre Studien als Stipendiatin der Oscar und Vera-Ritter Stiftung und der Deutschen Stiftung Musikleben an der Hamburger Musikhochschule bei Evgeni Koroliov und am Konservatorium in Bern bei András Schiff und Bruno Canino fort. Auf spezielle Einladung wurde sie in London von Radu Lupu unterrichtet.

Die Ansprache des jungen Publikums und die Arbeit mit Nachwuchsmusikern ist Elisaveta Blumina sehr wichtig, sowohl als Dozentin als auch als Jurorin bei zahlreichen Wettbewerben. Diese Idee verfolgt Blumina auch konsequent bei der Programmgestaltung für das Russische Kammermusikfest Hamburg, dessen künstlerische Leiterin sie seit 2012 ist. Die Wiederentdeckung vergessener oder unterschätzter russischer Komponisten, unentdeckter „Juwelen der Kammermusik“, aber auch die Förderung besonders begabter junger Musiker sind ihr ein großes Anliegen.

 Elisaveta Blumina ist eine kosmopolitische Künstlerin: Ihre wechselnden Tätigkeitsfelder in Italien, der Schweiz, Spanien, den USA, Irland und seit einigen Jahren in Hamburg und Berlin erlauben ihr eine „Weitsicht auf das Detail“ – eine künstlerische Reflexion des Wesentlichen – und darum international-emotionalen. Und doch gilt sie, insbesondere in ihrem Klavierspiel, unverkennbar als eine Trägerin und Bewahrerin der großen russischen Klavier-Tradition.

 

21.09.2014: “BONJOUR LA RUSSIE”

Aktuelle Mitteilung:

Andrei Ionita, der Cellist des Konzertes am 21.9.2014 (s.u.), hat in der vergangenen Woche beim Internationalen ARD-Wettbewerb den 2. Preis gewonnen! Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!  Wir sind glücklich und fühlen uns geehrt, dass Ionitas erster Auftritt nach dem Preisträgerkonzert am 18.9. in München bei uns in Hamburg sein wird! 

 

in Kooperation mit dem 5. Russischen Kammermusikfest Hamburg

Andrei Ionita (Violoncello) – Mara Mednik (Klavier)

Programm:

 

Gabriel Fauré (1845-1924)

„Elégie“ pour violoncelle et piano en ut mineur op. 24

Sergei Rachmaninow (1873-1943)

Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 19

Alexander Glasunow (1865-1936)

„Mélodie“ für Violoncello und Klavier op. 20 Nr. 1  „Chant du ménestrel“ für Violoncello und Klavier op. 71

„Sérenade espagnol“ für Violoncello und Klavier op. 20 Nr. 2

Nikolai Glasunow (1844-1908)

Serenade für Violoncello und Klavier op. 37

Dmitrij Schostakowitsch (1906-1975)

Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll op. 40

Alexander Tcherepnin (1899-1977)   

„Songs and Dances“ for cello and piano op. 84

(Georgian Song – Tatar Dance – Russian Song – Kazakh Dance)

 

 Andrei Ionita ist ein junger und mehrfach preisgekrönter Cellist (Schüler von Jens Peter Maintz an der UdK Berlin) und Pianist aus Rumänien. Die Presse bescheinigt ihm „eine große Interpretationskunst“. Gerade erst gewann der 20-jährige Cellist den ersten Preis beim Internationalen Khachaturyan-Wettbewerb in Jerewan. Die als Klavier-Begleiterin geschätzte St. Petersburger Pianistin Mara Mednik (mit Wahlheimat Hamburg), langjährige Professorin an der Hamburger Hochschule für Musik, darf man als musikalische Partnerin wohl zu Recht zur internationalen Kammermusik-Elite zählen. Viele Jahre arbeitete sie auch gemeinsam mit Boris Pergamenschikov an der Berliner Hanns-Eisler-Hochschule. „Parfümfreier Charme und gebändigte Melancholie“ kennzeichnen das Spiel dieses Duos ebenso, wie es einmal Camille Saint-Saens über die Musik seines Schülers Gabriel Fauré gesagt hat, dessen Musik unter anderem an diesem Abend erklingen wird.

Andrei Ionita wurde 1994 in Bukarest geboren und begann im Alter von 5 Jahren mit dem Klavierspiel, 3 Jahre später erhielt er den ersten Cellounterricht. An der Music School No. 1 “Iosif Sava” in Bukarest studierte er Cello bei Ani-Marie Paladi und nahm auch Unterricht bei Prof. Marin Cazacu an der Musikuniversität Bukarest. Meisterkurse belegte er bei Prof. Jens Peter Maintz an der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein sowie bei Steven Isserlis und Bruno Cocset.

Der junge Musiker gewann zahlreiche Cello- und Klavierwettbewerbe: 1. Preise als Cellist errang er 2003 beim Wettbewerb „In Memoriam…“ in Bukarest, ebenfalls 2003 bei der nationalen Olympiade, 2007 beim Int. Wettbewerb „Valetot Rampal“ in Paris, beim Int. J.J. Dotzauer Wettbewerb in Dresden 2009 sowie beim Int. David Popper Wettbewerb in Varpalota 2009, Ungarn. 2008 erhielt er den Hauptpreis beim Int. Wettbewerb „Die goldene Leier“ in Suceava sowie den 2. Preis beim Int. Wettbewerb „Antonio Janigro“ in Kroatien. Auch als Pianist erwies sich Andrei Ionita als erfolgreich, so gewann er 2006 den Wettbewerb „In Memoriam…“ und 2007 den nationalen Klaviertechnikwettbewerb, jeweils in Bukarest.

Konzerteinladungen führten den jungen Solisten zu Orchestern wie dem World Philharmonic Orchestra, Bucharest Symphonic Pops, Ermil Nichifor Orchester sowie den Philharmonischen Orchestern von Iasi, Arad, Ploiesti und Pitesti. Rezitale und Orchesterkonzerte führten ihn zur Fête de la Musique, ans Petit Palais und in den Dôme des Invalides in Paris, in die Cité des Sciences von Tunis, nach Arezzo, ans Rumänische Athenäum in Bukarest, an die Museen „George Enescu“ von Bukarest und Sinaia, an den Șuțu Palast in Bukarest u.v.m. Andrei Ionita absolvierte eine Vielzahl an Radio- und Fernsehauftritten u.a. auf Mezzo, TVR1, TVR Cultural, Radio Romania Muzical oder Radio Romania Cultural. Als Mitglied des Sternin Trios pflegt Andrei Ionita auch das kammermusikalische Repertoire.

Mara Mednik wurde in Leningrad geboren und hat ihre musikalische Ausbildung am dortigen Konservatorium bei Professor Golubowskava erhalten. Sie beendete ihre Aspirantur (Promotion) mit Auszeichnung bei Prof. Berta Marants, einer Schülerin von Heinrich Neuhaus. Ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie im Alter von 3 Jahren. Mit vierzehn trat sie als Solistin in Orchesterkonzerten auf, gewann infolge mehrere Preise, entschied sich aber für die Kammermusik. Sie gewann sieben erste Preise für die beste Klavierbegleitung bei Violinwettbewerben in Russland und Italien. Ausgedehnte Konzertreisen mit Künstlern der Leningrader Philharmonie und der Moskauer Musikhochschule führten sie durch die Länder der ehemaligen Sowjetunion und die meisten europäischen Staaten.

Am Leningrader Konservatorium erhielt sie eine Professur für Korrepetition und Kammermusik. Seit 1993 arbeitet Mara Mednik in Deutschland, wo sie sich in kurzer Zeit den Ruf einer geschätzten Begleiterin erwarb. Ihre Partner waren u.a. Mark Lubotzky, Winfried Russmann, Wolfgang Mehlhorn, Arkadi Marasch, Fanz Helmerson, Michaela Martin, Tatjana Masurenko, Gustav Rivinius, Dmitri Makhtin und Alina Pogostkin. Mit einigen von ihnen hat sie in der Zwischenzeit auch CD-Aufnahmen produziert. Mara Mednik ist Professorin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin in der Klasse von Prof. Boris Pergamenschikow. Sie begleitete u.a. Meisterkurse der Professoren Yfrah Neaman, Zakhar Bron, Galina Wischnewskaya, Abram Stern, Boris Pergamenschikow und Gary Hofmann. Konzertreisen führten sie u.a. nach Griechenland, Südafrika, Portugal, Rumänien, in die Niederlande, nach Russland, Spanien und Tschechien. Mara Mednik ist Jurorin bei mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben. Seit 1995 begleitet sie den Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben.

Allgemeine Informationen 5. Russisches Kammermusikfest Hamburg 2014

Veranstalter:Musikförderung e.V.

Projektleitung: Mathias Meyer, Vorstandsvorsitzender

Künstlerische Leitung: Elisaveta Blumina

 

Hauptförderer: Hans-Kauffmann-Stiftung

Förderer: Oskar und Vera Ritter-Stiftung

M.P. Belaieff

peermusic classical

Kulturpartner:

NDR Kultur

Deutschlandradio Kultur

Veranstaltungsorte:

Laeiszhalle Hamburg, Kleiner Saal: Eingang Gorch-Fock-Wall 21

KulturKirche Altona: Bei der Johanniskirche 22

Palais Esplanade: Esplanade 15

Kartenpreise:

20,- € / ermäßigt 10,- € (Schüler / Studenten / Azubis / Absolvierende eines freiwilligen Jahres / Behinderte / Sozialleistungsempfänger / NDR Kultur Karte)

Abonnement: 70,- € / ermäßigt 35,- € für alle 7 Konzerte

Kartenvorverkauf: Tel. 040.390 84 81 oder www.russisches-kammermusikfest.de

Konzertkasse Gerdes, Elbphilharmonie Kulturcafé, Konzertkasse Laeiszhalle, NDR Ticketshop

 Karten sind auch an der Abendkasse erhältlich.

 

24.04.2014: Giya Kancheli: „Exil“

für Sopran, Instrumente und Tonband auf Verse aus der Bibel, von Paul Celan und Hans Sahl

Konzert und Podiumsgespräch mit dem Komponisten

Konzertflyer zum Download

mit Maacha Deubner (Sopran), Natalia Pschenitschnikova (Alt- und Bassflöte) und dem Berliner „ensemble private connections“:  Chatschatur Kanajan (Violine), Nancy Sullivan (Viola), Mathis Mayr (Violoncello), Matthias Bauer (Kontrabass) und Boris Baltschun (Tonband, Synthesizer)

Giya Kancheli, Georgiens bekanntester Komponist der Gegenwart, kommt nach Hamburg, um die hamburgische Erstaufführung seines Werkes “EXIL” mitzuerleben – genau 20 Jahre nach Uraufführung und CD-Einspielung dieses Werkes! Kanchelis Werke sind auf den großen Konzertbühnen der Welt zu Hause – umso mehr ehrt uns sein Besuch in der Alfred Schnittke Akademie.

“Wir lösen uns von der realen, periodisch erlebten Zeit und erleben die wie eine Wolke dahingleitende Zeit der Endlosigkeit. In der relativ kurzen Dauer der Musik erleben wir ein ganzes Leben oder eine ganze Geschichte. … Wir gleiten über Jahrhunderte wie in einem Flugzeug, ohne Geschwindigkeit zu spüren.” (Alfred Schnittke über die Musik Kanchelis)

Die Musik des im Exil lebenden Georgiers ist so eindringlich wie unverwechselbar, so merkwürdig wie faszinierend. Wer nur einmal ein Werk des georgischen Künstlers gehört hat, wird wissen, dass man sich dem Bann dieser Musik nicht entziehen kann. Weite Klangflächen, oft pianissimo, plötzliche eruptive dynamische Ausbrüche, die Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten der Gegenwart sowie die Arbeit mit versunkenen Klangchiffren vergangener Zeiten, ein zutiefst religiöser Gehalt – all das macht den musikalischen Kosmos Kanchelis aus. Es sind die großen Themen, die den Komponisten auch in “EXIL” bewegen: 

I PSALM 23 – II EINMAL (Paul Celan) – III ZÄHLE DIE MANDELN (Paul Celan) – IV PSALM (Paul Celan) – V EXIL (Hans Sahl)

“Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.” (Psalm 23,5)

Exodus ∙ Völkerwanderung ∙ Flucht ∙ Vertreibung

Emigration ∙ Landsuche ∙

Heimatverlust ∙ Geborgenheitssehnsucht ∙

die Menschen als Wanderer auf Erden ∙

das Leben als Durchgang zur Ewigkeit ∙

unwirkliche Freiheit im „gelobten Land“?

Exil – das ewige Thema der Menschheit

erfahren, erspürt, verdichtet, erlauscht

in Religion, Poesie und Musik

 

Giya Kancheli (*1935 in Tblissi) studierte von 1959 bis 1963 am Konservatorium in Tbilissi bei Iona Tuskija. Seit seinem Examen ist er als freischaffender Komponist tätig. Angeregt durch seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Robert Sturua begann eine intensive Auseinandersetzung mit Filmmusik und musikdramatischen Werken. 1971 wurde Kancheli musikalischer Leiter des Rustaweli-Theaters in Tbilissi.

Der Komponist übersiedelte 1991 nach Berlin, wo er ein Stipendium des DAAD erhielt. 1995 wurde er Composer-in-residence der Königlichen Flämischen Philharmonie in Antwerpen und lebt seither in Belgien. Als Composer-in-residence wurde er u.a. nach Lockenhaus, Amsterdam, Salzburg, Melbourne und Verbier eingeladen. 1999 stand sein Schaffen im Mittelpunkt der Internationalen Musikfestwochen Luzern.

Nachdem Kancheli in en 60er Jahren als Komponist der „sowjetischen Avantgarde“ begonnen hatte, erarbeitete er sich seitdem zielstrebig seinen eigenen Stil, der auf einfachsten Formeln beruht, wie sie sich in der Musik verschiedenster Epochen finden lassen: vom archaischen Volkslied bis zu Elementen moderner Unterhaltungsmusik. Sein Schaffensprozess ist davon bestimmt, musikalische Materie wie einen lebenden Organismus entstehen zu lassen. Paradoxerweise existieren Modernität und Archaik in seiner Musik nebeneinander. Im Zentrum seines Schaffens stehen sieben Sinfonien (1967 bis 1986) und die Oper „Musik für die Lebenden“ (1982).

Kanchelis Klangwelt besitzt etwas ungemein Natürliches. Seine musikalischen Strukturen richten sich allein nach emotionalen Gesichtspunkten wie Steigerung und Spannung, Erregung und Ruhe. Er arbeitet mit dynamischen Extremen und fordert nicht selten äußerste Langsamkeit. Kanchelis Musik ist atmosphärisch seiner Heimat Georgien verbunden, ohne dass sie jedoch georgische Folklore zitiert. Nostalgie und Melancholie sowie Trauer über die politischen Zustände in der damaligen Sowjetunion und die Zerstörungen des georgischen Bürgerkrieges prägen seinen Stil.

 

Die aus Freiburg stammende Sopranistin Maacha Deubner lebt heute in Berlin. Sie studierte in Hamburg bei Judith Beckmann und besuchte Meisterkurse bei Kurt Widmer, Ralf Gothoni, Dalton Baldwin und Elisabeth Schwarzkopf.

Abgesehen von zahlreichen Auftritten in Deutschland gastierte Deubner in Wien, Paris, Kairo, New York und Philadelphia sowie bei internationalen Festivals (Musik-Biennale Berlin, Göttinger Händel-Festspiele, Kammermusikfest Lockenhaus, Wien Modern, Schleswig-Holstein Musik Festival, NYDD-Festival Tallinn/Estland, West Cork Chamber Festival/Irland, Musikfestwochen Luzern, Berliner Festwochen u.v.m.).

Sie arbeitete zusammen mit Dirigenten wie Vladimir Jurowski, Vladimir Ashkenazy, Michael Gielen, Valery Gergiev, Kurt Masur, Johannes Kalitzke, Roland Kluttig, Stefan Asbury, Emilio Pomarico, Johannes Debus, Andres Mustonen und deren Orchestern.

Werke von Luigi Nono, Morton Feldmann, Eliot Carter, B.A. Zimmermann, Arnold Schönberg, Friedrich Schenker, Henri Pousseur gehören zu ihrem Repertoire. Mit Gidon Kremer wirkte sie 1995 mit bei der Uraufführung von Giya Kanchelis „Lament“ für Violine, Sopran und Orchester.

Intensiv widmete sich Deubner auch der Kammermusik und dem Lied. Für ECM Records hat sie Werke von Giya Kancheli und Valentin Silvestrov eingespielt. Die CD „Leggiero, pesante“ (ECM New Series) mit dem Rosamunde Quartett erhielt 2003 eine Grammy-Nominierung.

Maacha Deubner war auch in vielen Opernpartien zu hören; Die CD mit Ernst Kreneks Oper „Sardakai“ (Capriccio) wurde 2007 mit dem Echo Klassik-Preis ausgezeichnet.

 

Natalia Pschenitschnikova, seit 1993 wohnhaft in Berlin, wurde in Moskau geboren. Sie erhielt seit frühester Kindheit Musikunterricht und besuchte zunächst die Zentrale Musikschule. Danach absolvierte sie das Tschaikowsky-Konservatorium und legte ihr Solistenexamen im Fach Flöte mit Auszeichnung ab. Parallel dazu studierte sie Tanz (klassisches Ballett). Bereits mit 17 war sie Mitglied einer experimentellen Theatergruppe und beschäftigte sich mit Klangexperimenten, Komposition, Schauspiel, Tanz, Performances, Improvisationen und Videos.

Zusammen mit ihrer Schwester Elena (Klavier, Cembalo) unternahm sie Konzertreisen durch Russland. Das Duo führte selten gespielte Stücke des Barock auf nachgebauten historischen Instrumenten auf, aber auch zunehmend Werke des 20. Jhs.

Im Performance-Bereich realisierte sie mehrere Solo-Projekte. Bei Aktionen mit bildenden Künstlern wurden die Grenzen der Kunstarten aufgelöst.

In der letzten Zeit hat sich Pschenitschnikova auch als Vokalistin in der experimentellen Musik einen Namen gemacht. Sie ist Autorin von Klangaktionen sowie von Film- und Theatermusik. Zur Zeit bilden Vokalwerke von Ciacinto Scelsi und Iannis Xenakis einen Schwerpunkt in ihrem Repertoire.

Regelmäßig nahm die vielseitige Künstlerin an den wichtigsten internationalen Festivals für Neue Musik teil. Dabei brachte sie viele eigens für sie komponierte Werke zur Uraufführung (u.a. Stücke von Peter Ablinger, Nic Collins, Johannes Fritsch, Anna Ikramova, Giya Kancheli, Vadim Karassikov, Siegfried Kopf, Bernhard Lang, Klaus Lang, Daniel Matej, Sergej Newski und Helmut Oehring).

Von Natalia Pschenitschnikova liegen Schallplatten- und CD-Aufnahmen der Labels Melodija, Art&Electronica, col legno und ECM Records vor.

 

Chatschatur Kanajan (*1971 in Moskau) ist seit 1998 Mitglied des Berliner ensembles mosaik. Er studierte Violine in Moskau, Dresden und Berlin; es folgte ein Dirigier- und Kompositionsstudium an der Universität der Künste Berlin. Kanajan war Stipendiat der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart und der Cité Internationale des Arts in Paris. 2002 und 2010 gewann er einen 1. und 2. Preis für Interpretation beim Hanns Eisler Preis für Komposition und Interpretation. Von 1997 bis 2007 war Kanajan Mitglied des Kairos Quartetts sowie verschiedener anderer Ensembles für Neue Musik. 2002 debutierte er als Operndirigent mit Flut von Boris Blacher, 2006 und 2010 übernahm er das Dirigat der Hip H’Operas Così van tutte an der Komischen Oper Berlin und Der Rap des Nibelungen am Theater Freiburg. Seit 2008 ist er Dirigent der european music projects.

Als Komponist erhielt Kanajan Aufträge des Berliner Senats und des Festivals UltraSchall; für das ensemble mosaik und das Kairos Quartett schuf er Kompositionen, Performances und Installationen. Er nahm an den wichtigsten Internationalen Festivals für zeitgenössische Musik teil und wirkte bei zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen mit.

 

Nancy Sullivan

Konzertmeisterin (Viola) im Münchner Kammerorchester

 

Mathis Mayr (*1972) ist seit 2008 Mitglied des Berliner ensembles mosaik. Er studierte Violoncello in Sydney (Australien) und an der Hochschule für Musik in München. 2005 wurde Mathis Mayr mit dem Förderpreis für Musik der Stadt München ausgezeichnet. Sein Repertoire umfasst Werke von der Renaissance- und Volksmusik bis zu zeitgenössischen Kompositionen, vom Jazz bis zum Flamenco. Er interessiert sich sowohl für die historische Aufführungspraxis als auch für experimentelle elektronische Musik. So spielte er Improvisationskonzerte, wirkte bei Tanztheaterprojekten mit, trat als Solist mit den Cellokonzerten von Schumann und Dvorak auf und brachte zahlreiche zeitgenössische Werke zur Uraufführung.

Mit dem Flötisten David Eschmann gründete Mayr das Duo Canto Sass‘, das sich dem traditionellen Liedgut des Alpen- und Mittelmeerraumes widmet. Er gastierte mit dem Sachiko Hara Quintet auf dem Festival Jazz Lines in München und mit der chinesischen Sängerin Gong Linna bei zahlreichen Weltmusik-Festivals. Mit dem ensemble piano possibile, vor allem aber auch mit dem ensemble mosaik gastierte er bei vielen wichtigen internationalen Festivals für zeitgenössische Musik und wirkte bei Rundfunk- und CD-Produktionen mit.

 

Der Musiker und Künstler Boris Baltschun (*1974 in Bremen) lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte elektronische Musik am Institut für Sonologie in Den Haag. Seit 15 Jahren tritt er als Computer-Künstler, Pianist und Organist auf – solistisch oder mit den Ensembles bbb (Serge Baghdassarians/Boris Baltschun/Burkhard Beins) und The Pitch. 

Seit 1999 arbeitet Baltschun eng mit Serge Baghdassarians zusammen. Zur Realisation ihrer Ideen bedienen sie sich unterschiedlicher Medien (Installation, Skulptur, Radio, Video, Performance). Die beiden erhielten zahlreiche Preise und Stipendien, zuletzt den Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst. Ihre Arbeiten wurden international in Ausstellungen und Festivals gezeigt, u.a. bei den Donaueschinger Musiktagen, in der Diapason Gallery (New York), im Moderna Museet (Stockholm), in der Singuhr Hörgalerie (Berlin) und Bridge (Osaka), in Amsterdam, Brüssel, Sao Paulo, Straßbourg, Tokio, Los Angeles und San Francisco. Für Deutschlandradio Kultur produzierten Baltschun und Baghdassarians zuletzt die Hörstücke bodybuilding (2011) und audioguide (2010).

 

I PSALM 23 

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens Willen und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Der Herr ist mein Hirte. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. (aus Psalm 9):

Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie gegraben. Domine, exaudi vocem meam. Herr, höre meine Stimme.

 

II Paul Celan (aus „Atemwende“) 

EINMAL,

da hörte ich ihn,

da wusch er die Welt,

ungesehn, nachtlang,

wirklich.

 

Eins und Unendlich,

vernichtet,

ichten.

 

Licht war. Rettung.

 

III Paul Celan (aus „Mohn und Gedächtnis“) 

ZÄHLE DIE MANDELN,

zähle, was bitter war und dich wachhielt,

zähl mich dazu:

 

Ich suchte dein Aug, als du’s aufschlugst und niemand dich ansah,

ich spann jenen heimlichen Faden,

an dem der Tau, den du dachtest,

hinunterglitt zu den Krügen,

die ein Spruch, der zu niemandes Herz fand, behütet.

 

Dort erst tratest du ganz in den Namen, der dein ist,

schrittest du sicheren Fußes zu dir,

schwangen die Hämmer frei im Glockenstuhl deines Schweigens,

stieß das Erlauschte zu dir,

legte das Tote den Arm auch um dich,

und ihr ginget selbdritt durch den Abend.

 

Mache mich bitter.

Zähle mich zu den Mandeln.

 

IV Paul Celan

 PSALM

Niemand knetet uns wieder aus Erde und Lehm,

niemand bespricht unsern Staub.

Niemand.

 

Gelobt seist du, Niemand.

Dir zulieb wollen

wir blühn.

Dir

entgegen.

 

Ein Nichts

waren wir, sind wir, werden

wir bleiben, blühend:

Die Nichts-, die

Niemandrose.

 

Mit

dem Griffel seelenhell,

dem Staubfaden himmelswüst,

die Krone rot

vom Purpurwort, das wir sangen

über, o über

dem Dorn.

 V Hans Sahl

 EXIL

Es ist so gar nichts mehr dazu zu sagen.

Der Staub verweht.

Ich habe meinen Kragen hochgeschlagen.

Es ist schon spät.

Die Winde kreischt. Sie haben ihn begraben.

Es ist so gar nichts mehr dazu zu sagen. 

Zu spät.

04.03.2014: Suslin ∙ Schubert ∙ Silvestrov

e i n e   S p u r e n s u c h e

Nurit Stark, Violine
Cédric Pescia,  Klavier

Gehen Sie mit dem Duo Stark & Pescia auf eine spannende klangliche Spurensuche! Entdecken Sie Mozart bei Suslin und Schubert bei Silvestrov – und noch vielerlei Bezüge mehr im Wechselspiel zwischen Klassik und Moderne, Violine und Klavier, Duo und Solo, Largo und Presto, laut und leise, Struktur und Ausdruck …

Konzertflyer zum Download

Programm

Viktor Suslin (1942 – 2012)

„1756“ (2005) für Violine solo

Franz Schubert (1797 – 1828)

Fantasie in C-Dur, D. 934 (op. posth. 159)

Valentin Silvestrov (*1937)

„Postscriptum“ (1991)
Sonate für Violine und Klavier

div. Werke für Klavier solo

Die in Israel geborene Geigerin Nurit Stark studierte an der Juilliard School of Music New York, an der Hochschule für Musik in Köln (beim Alban Berg Quartett) und an der Universität der Künste in Berlin. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe: George Enescu, Leopold Mozart, Ibolyka Gyarfas und Trio di Trieste. Sowohl als Solistin als auch als Konzertmeisterin konzertierte Nurit Stark in aller Welt mit renommierten Orchestern wie dem Münchner Rundfunk Orchester unter Dmitry Sitkovetsky, dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta, dem Orchestre de Chambre de Lausanne oder dem Mahler Chamber Orchestra. Als Kammermusikerin trat sie bei zahlreichen Festivals auf (u.a. Schleswig Holstein, Mecklenburg Vorpommern, Lockenhaus, Mozart Festival, Rheingau Festival, Davos Festival, Donaueschinger MusikTage). Ihre Liebe zur zeitgenössischen Musik führte zu Uraufführungen und zur Zusammenarbeit mit Komponisten wie Sofia Gubaidulina, Viktor Suslin und Georg Nussbaumer. 2010 gründete Nurit Stark zusammen mit Cédric Pescia und dem Cellisten Valentin Erben das Klaviertrio Stark. Sie spielt eine Violine des Geigenbauers Petrus Guarnerius di Mantua aus dem Jahr 1710. Ihre vielgelobte Debut-CD mit ihrem Duopartner Cédric Pescia (Werke von Busoni und Enescu) erschien beim Label Claves. Eine CD mit Werken von Viktor Suslin und Sofia Gubaidulina ist in Vorbereitung.

Cédric Pescia, schweizer und französischer Abstammung, studierte in Lausanne, Genf, Berlin und Italien. Zusätzliche Impulse erhielt er von Pierre-Laurent Aimard, Henri Barda, Daniel Baremboim, Dietrich Fischer-Dieskau, Irwin Gage, Ivan Klánsky, Christian Zacharias, Ilan Gronich und dem Alban Berg Quartett.
2002 gewann er den renommierten „Gina Bachauer International Artists Piano Competition“ in Salt Lake City (USA). Pescia konzertierte in zahlreichen Ländern Europas, Südamerikas, Nordafrikas, in China und in den USA. Er trat solistisch in der Berliner Philharmonie, im Konzerthaus Berlin, in der Laeiszhalle Hamburg, im Wiener Konzerthaus, in der Carnegie Hall New York, am Mozarteum Salzburg, in der Tonhalle Zürich und in der Londoner Wigmore Hall auf. Außerdem war er bei zahlreichen internationalen Festivals zu hören (Prager Frühling, Lucerne Festival, Menuhin Festival Gstaad, Sommets musicaux de Gstaad, Davos Festival, Schleswig Holstein Musik Festival u.v.m.) Seine Liebe zur Kammermusik bring ihn zudem regelmäßig mit renommierten Partnern zusammen.
Pescia ist Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter der Lausanner Kammermusikreihe Ensemble enScène. Er gibt Meisterkurse in den USA und in Europa. 2012 wurde er Professor für Klavier an der Musikhochschule Genf. Seine Aufnahmen mit Bachs Goldberg-Variationen, Werken von Schumann und Couperin, Debussy und Messiaen (alle bei Claves) fanden großes Lob in der Fachpresse. Seine neue CD „John Cage: Sonatas and Interludes for prepared piano ist 2012 erschienen (Aeon).


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