03.02.2006: Duo Vladimir Anohin – Elisaveta Blumina

Ein erlebnisreiches Konzert verspricht die kommende Belaieff-Veranstaltung am 3. Februar 2006 im Musikseminar Hamburg zu werden. Prokofjew, Suslin, Silvestrov, Cesar Franck stehen auf dem Programm.

Elisaveta Blumina am Klavier und Vladimir Anohin, Violine werden das Programm gestalten und versprechen einen Musikabend auf allerhöchstem Niveau.

Vladimir Anohins geradlinig unprätentiöse Spielweise wird unmittelbar fesseln. Mit klarer Empfindung offenbart sich wie selbstverständlich ein tiefes Wissen. Virtuose Partien spielt er mit rasanter Freude und scheinbarer Temposteigerung, als gäbe es keine spieltechnischen Probleme.
Kongeniale Partnerin ist Elisaveta Blumina; mit pianistisch virtuoser Perfektion und kenntnisreicher Einfühlung, sensibel oder mit Dramatik steigernder Expressivität wird ihre Darbietung zum Erlebnis. Beide gehen zusammen in der Musik auf, hören genau aufeinander, reagieren mit intuitivem Wissen, gestalten Spannungsbögen folgerichtig und verschmelzen die Teile zu einem Ganzen.

Das Programm:
Sergei Prokofjew Sonate für Violine und Klavier op. 94aViktor Suslin „Mobilis“ für Violine solo
Valentin Silvestrov „Post scriptum“, Sonate für Violine und KlavierCesar Franck Sonate, A-Dur für Violine und Klavier

Musikseminar
am 3.02.2006, 19:30 Uhr
Musikseminar Hamburg,Max-Brauer-Allee 24

Am Beginn des Konzertes steht Sergei Prokofjews 4-sätzige Sonate op. 94 mit der ihm eigenen raffinierten Melodik und Dramatik. So folgt beispielsweise auf einen rasanten sehr schnellen zweiten Satz ein langsamer dritter mit fast außerirdisch anmutender Harmonik und einer weit gespannten gesanglichen Melodie.
In Viktor Suslins zweiteiligem Violinsolostück „Mobilis“ werden konstruktive kompositionstechnische Elemente erlebnishaft wahrnehmbar: feine Intonationsverschiebungen im 1. Teil und rhythmische Akzentverschiebungen und Überlagerungen im zweiten bewirken einen schwebenden Bewegungszustand.
Der ukrainische Komponist Valentin Silvestrov versteht zwölf-tönige Kompositionsweisen mit harmonischen Elementen zu verbinden und siedelt seine Musik so in einem eigenwilligen Zwischenreich an. Stille, verhaltene Melodik, quasi Enthaltsamkeit kennzeichnet sein „ Post scriptum“.
Den Abschluss bildet eine hochromantische Komposition von Cesar Franck. Mit Intensität werden die Bereiche des Lauten und des Leisen mit kontrastreichen Themen in Frage und Antwort ausgelotet.

Eintritt: 15,00 EUR, ermäßigt 10,00 EUR

Vorverkauf: Konzertkasse Gerdes, Rothenbaumchaussee 77, Tel. 040 450 350 60

Weitere Informationen:

Vladimir Anohin
Elisaveta Blumina
Musikseminar Hamburg