02.12.2004: Ensemble Cecile, Kammermusikabend

2. Dezember 2004, 20:00 Uhr
Musikhalle Hamburg, kleiner Saal
Johannes-Brahms-Platz, links

Eintritt: 15,- € erm.: 10,- €
Kartenvorverkauf: Konzertkasse an der Musikhalle und bei der Konzertkasse Gerdes, Rothenbaumchaussee 77 (schräg gegenüber Völkerkundemuseum)

Das Programm

Igor Strawinsky
L´Histoire du Soldat
Die Geschichte vom Soldaten
Suite für Violine, Klarinette und Klavier, 1918

Alfred Schnittke
Epilog für Violoncello, Klavier und Tonband, 1993

Oliver Messiaen
Quatour pour la fin du Temps
Quartett auf das Ende der Zeit, 1941

Das Ensemble

Ib Hausmann, Klarinette
Daniel Gaede, Violine
Julius Berger, Violoncello
Xuesu Liu, Klavier

Das Ensemble Cecile, gegründet 2003, besteht aus welterfahrenen Musikern, die bei bedeutenden Lehrern, wie M. Rostropowitsch (J. Berger), Eduard Brunner, György Kurtag (Ib Hausmann) oder K. Hellwig (Xuesu Liu) studiert haben. Jeder für sich hat weltweit Auszeichnungen bekommen und ist auf zahlreichen CD-Veröffentlichungen zu hören. Kenntnisreich haben sie sich für die zeitgenössische Musik engagiert und auch selbst komponiert (Ib Hausmann). Das Ensemble garantiert Aufführungen mit neuen spannenden Einsichten, einen Abend mit aufschlußreichen Erfahrungen für den Zuhörer.

Mit Strawinskys Geschichte vom Soldaten und Messiaens “Quartett auf das Ende der Zeit liefern zwei Hauptwerke des 20ten Jahrhunderts einen gewichtigen Teil dieses Kammermusikabends. Beide Kompositionen entstanden in schweren Kriegszeiten.

Strawinsky schrieb seine farbige Komposition während des ersten Weltkrieges als Ballett mit Sprechern für eine kleine Besetzung, um mit einfachen Mitteln Tourneeaufführungen zu ermöglichen. Erzählt wurde ein Märchen von einem Soldaten, der seine Seele verkauft. Eine Konzertfassung in Form einer Suite entstand kurze Zeit später. In diesem Konzert kommt eine konzentrierte Fassung für ein Quartett mit Klavier zur Aufführung, die von Strawinsky selbst arrangiert wurde.

Messiaens Quartett entstand wärend seiner Kriegsgefangenschaft in Deutschland im Gefangenenlager und wurde hier vor einigen tausend Zuhörern uraufgeführt. Die Wahl der Instrumente ergab sich aus der Situation. Der Titel bezieht sich dabei auf eine mystisch visionäre Bibelstelle: “Es wird keine Zeit mehr sein”.

Eingebettet in diese beiden Werke erklingt Schnittkes “Epilog”. Es ist dieses eine eigene Bearbeitung der Schlußszene aus seinem Ballett “Peer Gynt” für Cello, Klavier und Tonband, gewidmet Mistlaw Rostropowitsch, der die Uraufführung 1993 spielte. Es wird eine feinsinnige, fast mystische intensive Komposition zu hören sein: eine über den Tod hinausgreifende Meditation.